Ein Jahrzehnt Erfolgsgeschichte: Mag. Heinz Wlzek im Interview
Zehn Jahre an der Spitze eines Unternehmens sind mehr als eine Station im Lebenslauf, sie sind ein Kapitel voller Entscheidungen, Verantwortung und Weitblick.
Als Teil der Geschäftsführung prägt Mag. Heinz Wlzek die Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. seit nunmehr einem Jahrzehnt mit tiefem Marktverständnis, strukturierten Entscheidungsprozessen und einem konsequenten Fokus auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
Anlässlich seines zehnjährigen Wirkens an der Spitze der Österreichischen Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. beleuchtet dieses Interview Führung, langfristige Unternehmensentwicklung und die persönliche Motivation dahinter.
Wir konnten Umsatz und Mitarbeiterzahl um mehr als 50 % steigern und gleichzeitig
unsere Strukturen deutlich professionalisieren.
Lieber Heinz, du bist schon seit 2015 bei der Österreichischen Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. tätig. Welche beruflichen Stationen gingen deinem Eintritt voraus?
Bevor ich zur Österreichischen Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. kam, war ich acht Jahre lang als Bereichsleiter bei LexisNexis Österreich tätig, einem juristischen Fachverlag der internationalen RELX-Gruppe. In dieser Zeit konnte ich umfassende Erfahrung im Aufbau und in der Monetarisierung digitaler Geschäftsmodelle sammeln. Davor war ich in mehreren internationalen Softwareunternehmen in den Bereichen Vertrieb und Business Development tätig.
Wie hat sich die Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. seit deinem Start 2015 in ihrer Größe und Struktur entwickelt?
Als ich Anfang 2016 die Geschäftsführung übernommen habe, beschäftigte das Unternehmen rund 65 Mitarbeitende an zwei Standorten in Wien und Tulln. Seither konnten wir sowohl unseren Umsatz als auch die Mitarbeiterzahl um mehr als 50 % steigern und gleichzeitig unsere organisatorische Struktur deutlich professionalisieren.
Wenn du die letzten zehn Jahre aus heutiger Sicht zusammenfasst – welche Entwicklungen waren besonders bedeutend?
Aus meiner Sicht waren zwei Entwicklungen besonders prägend:
Einerseits der konsequente Aufbau eigener Ressourcen und tiefgehenden Know-hows in unseren Kernbereichen – insbesondere Pharma-Information, Softwareentwicklung und Vertrieb. Andererseits die gezielte Erweiterung unseres Portfolios, sowohl durch erfolgreiche Eigenentwicklungen wie den KrankenhausIndex und das Apothekencouponing als auch durch strategische Zukäufe wie Diagnosia. Unser Ziel war und ist es, das Unternehmen als führenden Anbieter digitaler Informations- und Softwarelösungen im Gesundheitswesen zu positionieren.
Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen war der zentrale Treiber der letzten Jahre.
Was hat sich in der Branche in den letzten zehn Jahren am stärksten verändert – und worauf musste die Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. besonders reagieren?
Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen war der zentrale Treiber der letzten Jahre. Für uns bedeutete das eine Vielzahl neuer eHealth-Projekte und die Notwendigkeit, unsere Kompetenzen kontinuierlich auszubauen. Zusätzlich hat die Pandemie einen massiven Digitalisierungsschub ausgelöst und neue, flexiblere Arbeitsweisen im Unternehmen etabliert.
Die nächsten Jahre werden stark von weiterer Digitalisierung, der Integration von Daten und Inhalten sowie neuen Anforderungen im Gesundheitswesen geprägt sein. Unser Fokus sollte darauf liegen, unsere Lösungen noch stärker zu vernetzen und unseren Kund:innen echten Mehrwert im Arbeitsalltag zu bieten.
Welche Grundsätze haben deine Führungsarbeit über all die Jahre hinweg geprägt – unabhängig von Marktzyklen oder organisatorischen Veränderungen?
Mein Führungsverständnis basiert auf klar definierten Zielen und Rahmenbedingungen, innerhalb derer meine Mitarbeiter:innen bewusst viel Gestaltungsspielraum erhalten. Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken sind für mich zentrale Voraussetzungen, um unsere gemeinsamen Ziele nachhaltig zu erreichen.
Besonders erfüllend ist es zu sehen, wie sich Mitarbeiter:innen entfalten und zum Unternehmenserfolg beitragen.
Was motiviert dich persönlich in deiner Rolle als Geschäftsführer – auch nach vielen Jahren in Verantwortung?
Mich motiviert vor allem die Möglichkeit, die Entwicklung des Unternehmens aktiv zu gestalten – sowohl strategisch als auch operativ. Besonders erfüllend ist es für mich, nicht nur Strukturen und Prozesse weiterzuentwickeln, sondern auch zu sehen, wie sich Mitarbeiter:innen persönlich und fachlich entfalten und zum Unternehmenserfolg beitragen.
Abseits des beruflichen Alltags: Womit gestaltest du deine Freizeit am liebsten?
Ich spiele seit vielen Jahren mit großer Begeisterung Golf und verbinde das gerne mit Reisen. Darüber hinaus koche ich sehr gerne und nutze das als kreativen Ausgleich zum beruflichen Alltag.
Gibt es Reisen oder Orte, die für dich besonders prägend oder in besonderer Erinnerung geblieben sind?
Besonders prägend waren für mich mehrere Golfreisen nach Südafrika – insbesondere Kapstadt, der Tafelberg und die umliegenden Weingüter sind für mich unvergessliche Orte.
Abseits des Berufs: Worauf bist du in deinem persönlichen Leben besonders stolz?
Ich bin besonders stolz auf meine Tochter, die in kurzer Zeit zwei Studien sowie die Steuerberaterprüfung erfolgreich abgeschlossen hat – auch wenn mein Beitrag dazu vermutlich auf einige hoffentlich hilfreiche Ratschläge beschränkt war.
Persönlicher Steckbrief Mag. Heinz Wlzek
- Position: Geschäftsführer
- Im Unternehmen seit: 10/2015
- Beruflicher Hintergrund: Langjährige Erfahrung in internationalen Software- und Medienunternehmen mit Schwerpunkt auf digitalen Geschäftsmodellen und Vertrieb
- Führungsschwerpunkt: Kombination aus klaren strategischen Zielen, unternehmerischer Eigenverantwortung und nachhaltiger Unternehmensentwicklung
- Persönliche Motivation: Aktive Gestaltung von Unternehmensentwicklung sowie Förderung von Mitarbeiter:innen
- Freizeitprogramm: Golf, Kochen, Reisen

