ÖAZ Aktuell (Ausgabe 5/2006)

Hauptartikel 5/2006

HAUPTARTIKEL

In-situ-Bildung einer bioabbaubaren
Matrix
Mozart. Ein Leben
Saalfelden 2006

Arthrose der großen Gelenke

Spitzenforschung & Unterversorgung
Musik auf Rezept
Der gute Ton am Telefon

Saalfelden 2006

Rheumatologie

Ohne Mozart geht es nicht ... Wir sind unübersehbar mitten im Mozartjahr. Wir lesen und hören vieles über den berühmten Musiker, über sein Leben, seine Reisen, seine Briefe, auch über seine Haus- und Reiseapotheke (ÖAZ 3/2006: 132ff), und über seine regelmäßigen Rheumaschübe. Wenige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte am 20. November 1791 wird Mozart, von heftigen Schmerzen geplagt, bettlägerig. Am 5. Dezember stirbt er, die Todesursache ist nicht eindeutig geklärt – derzeit ist ein Befall mit Trichinen in Diskussion. Genannt wird aber u. a. »hitziges Frieselfieber«, wohl auch ein Hinweis auf eine rheumatische Erkrankung des erst 35-jährigen Komponisten.
Nicht Mozarts Erkrankung, sondern seine Musik soll uns auf die Rheuma-Tagung in Saalfelden einstimmen: Wir kennen es alle – Musik berührt die Seele, weckt Gefühle und Erinnerungen, wühlt auf oder beruhigt. Musik ist aber nicht nur »Wellness-Faktor«, sondern könnte in Hinkunft auch eine größere Rolle in der Schmerztherapie spielen. Schmerzen werden von emotionalen Faktoren, der soziokulturellen Umgebung, organischen Ursachen, Kindheitserfahrungen, Umwelteinflüssen und dem Schmerzgedächtnis beeinflusst. Durch Musik kann die Rückkoppelung Schmerz – Stress – Schmerz unterbrochen werden, so der Schmerzforscher Univ.-Prof. Dr. Günther Bernatzky vom Fachbereich »Organismische Biologie« der Universität Salzburg. Verwendet wird dabei allerdings nicht die Lieblingsmusik eines Patienten, sondern? Nun, mehr sei vorerst nicht verraten. Ich bin schon sehr gespannt auf diese interdisziplinäre Betrachtungsweise der Schmerztherapie im Vortrag von Prof. Bernatzky am 7. März 2006 im Rahmen unserer Wissenschaftlichen Fortbildungswoche in Saalfelden. Lesen Sie mehr darüber im Artikel »Musikwirkung bei Schmerzen« auf Seite 242 in dieser Ausgabe der ÖAZ.

Mag. pharm. Dr. Christiane Körner
Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer


»Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom:
Wer damit aufhört, treibt zurück.«

Diese Laotse zugeschriebene fernöstliche Weisheit beschreibt zutreffend die Basis unseres beruflichen Erfolgs. Je kompetenter sich die Ausbildung gestaltet, desto größer sind die Chancen, sich im anspruchsvollen Berufs- und Wirtschaftsleben erfolgreich zu behaupten. Aber längst endet »das Lernen« nicht mehr mit dem Verlassen der Schule und der Universität. Lebensbegleitendes Lernen ist in vielen Bereichen des Alltags schon selbstverständlich geworden. Dies gilt natürlich auch für uns und unsere hochspezialisierten Mitarbeiter in den Apotheken. Gut ausgebildet setzen wir unsere Arbeitskraft effektiver ein und sind somit sicherer, qualifizierter, motivierter und nicht zuletzt patientenfreundlicher.
Die Österreichische Apothekerkammer bietet ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Veranstaltungen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung bilden einen Gegenpol zu den wissenschaftlichen Themen, wie sie etwa bei den Zentralen Fortbildungstagungen geboten werden.
Allen Veranstaltungen gemeinsam ist die Präsentation durch Spezialisten, der Einsatz modernster Medien und die angenehme Atmosphäre. Die Wissenschaftliche Fortbildungswoche in Saalfelden ist eines der Highlights der Fortbildungsveranstaltungen der Österreichischen Apothekerkammer. Fachlich hochwertige Vorträge und ein umfangreiches Rahmenprogramm erwarten Sie in der Woche vom 5. bis 10. März 2006. Meine herzliche Bitte lautet hier: Lassen Sie uns im Sinne Laotses kräftig »weiterrudern« ich freue mich auf diese gemeinsame Fahrt mit Ihnen.

Mag. pharm. Leopold Schmudermaier
Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer

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